Auf ein Wort - 

oder zwei oder drei ...

Manchmal habe ich das letzte Wort, selten bin ich dabei auf den Mund gefallen und damit gleich doppelt schlagfertig. In diesem kleinen Interview lasse ich Sie hineinblinzeln in meine Gedankenwelt.

Mit welchem Wort fing alles an?

Mit Leidenschaft. 
Weil ich immer der Meinung war, dass man etwas nur richtig gut macht, wenn man es aus Leidenschaft und vollem Herzen tut. Seit ich denken kann, wollte ich immer schreiben. Die kleinen und großen Geschichten des Lebens, über Lieblingssachen, die faszinieren und begeistern, umgeben von Menschen, die mit genauso viel Herzblut bei der Sache sind wie ich. 
Da war schnell klar: Ich studiere Germanistik, Politische Wissenschaften und Medien- und Kommunikationswissenschaften (M.A.). Gleichzeitig habe ich angefangen, als freie Redakteurin für eine lokale Tageszeitung zu arbeiten und habe dabei ganze Nächte durchgeschrieben. Nach meinem Studium war es nur konsequent, ein PR-Volontariat zu machen und das Texten von den Profis zu lernen. Spätestens da wusste ich: Vom Schreiben komme ich nie wieder los, dass ich aber mal hier landen würde, hätte ich nie gedacht ...

Was sind Worte für Dich?

Ein Geschenk. 
Vielleicht sogar die größte Gabe, die wir besitzen. Denn eigentlich ist es so einfach, das zu sagen, was wir gerade fühlen und denken und doch kommen uns Worte so schwer über die Lippen. Wir suchen ständig nach den richtigen, manchmal begegnen uns die falschen und mit etwas Glück finden wir doch noch die passenden. 
Und dann? Ja, dann kommt dieser eine Moment, wo sie uns überraschen und er fühlt sich einfach nur großartig an!
Und ich? Bin mittendrin und darf dieses Geschenk erst liebevoll verpacken und dann mit einem breiten Grinsen wieder auspacken ...



Wie unterscheiden sich Deine Worte von anderen?

Durch Charakter.
Man könnte auch sagen, ich habe meine ganz eigene Sprache. Ich liebe es, alte, fast vergessene Worte herauszukramen und Neue zu kreieren. Ich mixe sie miteinander und verleihe ihnen eine Bildhaftigkeit, die allen anderen digitalen Krims-Krams überflüssig macht. Denn im Kopf rattert es ganz von alleine - das große, oscarverdächtige Kopfkino! Das ist Decker-Paxton live und on air. Das Schöne dabei? Jeder sieht die Worte auf seine Art und Weise. Ich finde, das ist einfach nur herrlich, oder?

Welche Worte machen Dich am glücklichsten?

Zweifellos Lieb-Haberei.
Oder mit ein paar Worten mehr: Es ist dieses leise, glückstrunkene und völlig verschlafene "ich hab Dich lieb" von meinen Kindern. Weil es die ehrlichsten Worte sind, die es überhaupt gibt. Manchmal treffen sie mich mit voller Wucht, völlig unerwartet und schon schmerzhaft schön. Dann weiß ich wieder, was wirklich zählt im Leben: Ein Wir, das sich in kleinen und großen Lieblingsmenschen versteckt.

Wo führen Dich Deine Worte noch hin?

In die Herzen.
So einfach kann eine Antwort sein und in diesem Fall lässt sie sich ziemlich leicht und ohne großes "Aber" in diese drei Worte verpacken. Weil ein Herz einfach der schönste Ort der Welt ist und ich nur hier und nirgends sonst mehr sein will!

Und zum Schluss: Was ist Dein letztes Wort?

Definitiv Rosarot.
Und damit die Erkenntnis, dass ich in diesem Leben nicht mehr mintgrün oder tiefblau werde, sondern rosé bis dunkelviolett bleibe, egal was ich noch mache! Aber ich bin mir ganz sicher - es gibt bestimmt Schlimmeres, als die Welt rosarot zu sehen ...

Auf einen Blick.


  • Studium der Politischen Wissenschaften, Germanistik und Medien- und Kommunikationswissenschaften an der Universität Mannheim (M.A.)


  • über 20 Jahre Berufspraxis als Etat- und Unitdirektorin bzw. Texterin in einer der führenden Werbeagenturen in der Metropolregion Rhein-Neckar


  • seit fünf Jahren freie Rednerin für freie Trauungen und Baby-Willkommensfeiern
Texterin Mannheim Heidelberg Speyer