Vor allem und sowieso: wortverliebt.

Nichts würde es besser beschreiben, nichts würde besser passen: wortverliebt. Ich verneige mich vor unserer großartigen Sprache, die uns so viele Facetten bietet, so dass wir für alles das richtige Wort finden. Aber hinter jedem Wort steht auch eine Geschichte und die will erzählt werden. 

MUT-willig? Und wie!

Wenn ich so darüber nachdenke, dann ist unser ganzes Leben von vorne bis hinten eine einzige Mutprobe. Beinahe täglich balancieren wir auf diesem Drahtseil, immer mit diesem Gedanken, wir könnten fallen. 

Ich bin gestürzt - vor elf Jahren und das mit einem dicken, fetten Autsch in der Seele und im Herzen! Man könnte auch sagen, man hat mir das Drahtseil regelrecht unter den Füßen weggerissen. Von einem Tag auf den anderen war ich alleinerziehende Mama einer elf Monate alten Tochter. Als dieses so scheinbar perfekte Familien-Kartenhaus mit einem lauten "Bähm!" über mir zusammenkrachte und ein Wir sich wieder in ein Ailiyah und ich zurückverwandelte, da sah mich meine Minifrau mit ihren großen braunen Augen und ihrem zuckersüßen Wuschelkopf an und entpuppte sich als wahre Mutmacherin. Liegenbleiben? Aufgeben? Sich unterkriegen lassen? War einfach nie eine Option! Und so verwandelte sie mich frech und ungefragt in eine MUT-Willige mit einem hochmotivierten Zweijahresplan: Unseren Familien-Scherbenhaufen zusammenzukehren und wieder neu zusammenzusetzen, gehalten aus Glück und Stärke. Es wurden drei Jahre, aber es wurde. 

Heute sehe ich meine unglaublich mutige Tochter an und fühle mich jeden Tag selbst ermutigt, alles schaffen zu können. Weil mich diese drei Buchstaben und diese inzwischen Teenagerfrau ganz fest tragen ...

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